В публикации собраны материалы муниципального этапа Всероссийской олимпиады школьников (ВсОШ) 2026–2027 по немецкому языку для учащихся 9–11 классов города Москвы. В подборку входят текст аудиозаписи, задания на аудирование и ответы.
В материале представлены 15 заданий по аудированию: первые семь проверяют понимание фактов из интервью, а задания 8–15 требуют выбрать подходящее продолжение предложения. Вопросы охватывают планирование поездок, расстояние ежедневных маршрутов, проживание в палатке, поиск туристической информации и особенности путешествий без автомобиля.
ВсОШ 2026–2027. Немецкий язык. 9–11 классы
Текст аудиозаписи на немецком языке
Примечание: основной текст записан один раз. Его повторное чтение в аудио обозначено отдельно. Пунктуация, абзацы и обозначения реплик добавлены для удобства чтения.
ANWEISUNG
Sie hören ein Interview. Lesen Sie zuerst die Aufgaben 1 bis 15. Dafür haben Sie zwei Minuten Zeit. Hören Sie dann den Text zweimal. Kreuzen Sie bei den Aufgaben 1 bis 7 an: richtig, falsch, im Text nicht vorgekommen. Kreuzen Sie bei den Aufgaben 8 bis 15 die Satzergänzung an, die dem Inhalt des Textes entspricht.
[Pause: zwei Minuten.]
Wir beginnen jetzt.
URLAUB MIT DEM FAHRRAD
Interview mit Suniva
Frage: Wie kam es dazu, dass ihr euch entschieden habt, mit dem Fahrrad anstatt dem Auto zu verreisen?
Antwort: Das war eine spontane Entscheidung. Ich bin als Schülerin schon mal den Lahnradweg gefahren. Das hat mir sehr gut gefallen. Mit dem Fahrrad ist man einfach näher am Geschehen. Man kommt auch mal durch kleine Orte und ist direkt in der Natur. Man kann überall Pausen machen und halten, wo es einem gefällt. Die Vorstellung von dieser Unabhängigkeit und der Freiheit hat es uns angetan und so haben wir unseren ersten Fahrradurlaub ohne Auto gewagt.
Frage: Wie sahen denn eure letzten Urlaube aus?
Antwort: Früher haben wir ganz klassisch Familienurlaub gemacht. Wir haben das Auto vollgepackt und waren damit in Frankreich auf dem Campingplatz. Wenn man mit dem Auto verreist, übersieht man jedoch viele schöne Orte und fährt einfach dran vorbei. In einem Sommer habe ich dann mit den Kindern überlegt, was wir anders machen können. Dann sind wir mit dem Fahrrad von Köln zur Oma nach Marburg gefahren. Wir haben die Sachen gepackt, sind auf unseren normalen Fahrrädern zu Hause los, den Rhein und die Lahn entlang. Da waren wir zwei Wochen unterwegs. Letztes Jahr haben wir uns dann getraut, die Fahrräder auch im Zug mitzunehmen, und haben den Urlaub an der Nordseeküste verbracht.
Frage: Was muss man beachten, wenn man als Familie ohne Auto verreisen möchte?
Antwort: Also, der größte Unterschied ist, dass man nicht so viel mitnehmen kann. Das Auto kann man packen, bis es voll ist. Mit dem Fahrrad und der Bahn muss man sein Gepäck unter Kontrolle haben können. Darum fragt man sich: Was brauche ich wirklich? Wichtig sind Kleidung, die man gut kombinieren kann, und vielleicht ein gutes Buch anstatt viel anderes Zeug. Wir haben uns einen Radreiseführer gekauft und uns während des Urlaubs einfach treiben lassen.
Frage: Wie sieht so ein Urlaub genau aus?
Antwort: Wir schlafen in einem Zelt für vier Personen. Darin kann man auch gut sitzen. In einem Vorzelt können wir kochen, und falls es regnet, stellen wir dort unsere Sachen ab. Über die Jahre haben wir unsere Campingausrüstung aufgebessert und uns zum Beispiel kuschelige Schlafsäcke und bequemere Isomatten zugelegt. Die Abende verbringen wir oft gemeinsam mit Lesen von dicken Büchern, wie zum Beispiel Harry Potter. Einmal mussten wir sogar ein großes Bücherpaket mit der Post zurückschicken, weil es uns zu schwer wurde.
Tagsüber sind wir eigentlich den ganzen Tag beschäftigt. Vormittags bauen wir meist das Zelt ab und radeln dann ein paar Stunden. Nachmittags besichtigen wir einen Ort oder ein Naturgebiet oder gehen baden. Und abends kehren wir zu einem Campingplatz zurück.
Frage: Reisen mit Fahrrad schont das Klima. Das ist ein Vorteil. Welche weiteren Vorteile gibt es?
Antwort: Man kommt durch viele kleine, unbekannte Orte und hat viele nette Begegnungen. Ich denke, es liegt daran, dass man abseits von Ameisenstraßen unterwegs ist. Ich meine damit die Orte, wo immer ganz viele Menschen hinfahren. Und das Fahren selbst ist dann schon ein großes Abenteuer, gerade für jüngere Kinder. Zum Beispiel am Fluss entlang zu radeln und da irgendwo reinzuspringen, ist großartig. Da muss man nicht weit reisen.
Frage: Gibt es Situationen, die besonders herausfordernd waren?
Antwort: Letztes Jahr auf der Heimreise sind wir mit dem Zug in Hamburg-Altona hängen geblieben. Dort fuhr kein Zug mehr wegen einer Panne. Ich stand dann da mit zwei Kindern und wusste nicht wohin. Erst später konnten wir in ein Hotel einchecken. Oder wir hatten mal einen Platten am Fahrrad und konnten die Schrauben nicht lösen. Wir haben aber immer die Erfahrung gemacht, dass man auf nette Leute trifft, die einem helfen.
Frage: Wie viel Strecke legt ihr am Tag in etwa zurück?
Antwort: Bei unseren ersten Touren haben wir in etwa 30 bis 35 Kilometer am Tag geschafft und zuletzt rund 80 Kilometer. Manchmal war die Strecke auch länger, wenn die Kinder beispielsweise noch an dem Tag ans Meer wollen. Die Länge kann man aber immer an das Wetter und die Stimmung anpassen.
Frage: Wo kann man sich als Familie, die das erste Mal ohne Auto verreisen möchte, Tipps holen?
Antwort: In Deutschland gibt es viele Fahrradrouten. Die sind sehr gut ausgebaut und man findet im Internet dazu einige Informationen. Dann kann man schauen, wo man unterkommen möchte: Campingplätze, Pensionen, Hotels. Für unterwegs empfehle ich einen Fahrradführer, um nicht immer auf das Handy angewiesen zu sein.
Frage: Was muss sich verändern, damit mehr Menschen und Familien mit dem Fahrrad verreisen?
Antwort: Die Mitnahme von Fahrrädern in der Bahn könnte ausgebaut werden. Da sind die Möglichkeiten sehr knapp. Wir hatten einen kleinen Fahrradreiseanhänger, da waren die Blicke immer sehr kritisch, wenn wir den im Fahrradabteil stehen hatten. Dort sollte mehr Platz sein. Im Grunde ist es jedoch einfacher, als man denkt. Man braucht kein besonderes Equipment und vieles geht spontan, wie zum Beispiel die Buchung von Unterkünften oder Campingplätzen. Ich würde empfehlen, es einfach mal auszuprobieren, besonders als Familie mit Kindern. Man wird überrascht sein, was man alles Spannendes am Wegesrand entdecken kann.
WIEDERHOLUNG
Kontrollieren Sie Ihre Antworten. Sie haben dafür zwei Minuten Zeit.
[Pause: zwei Minuten.]
Sie hören nun den Text ein zweites Mal.
[Das Interview wird wiederholt.]
ABSCHLUSS
Das ist das Ende der Aufgabe zum Hörverstehen. Bitte prüfen Sie nun Ihre Lösungen.
[Pause: zwei Minuten.]
Задание по аудированию закончено.
9–11 классы — Urlaub mit dem Fahrrad
1. Warum entschied sich Sunniva für einen Fahrradurlaub?
→ Es war eine spontane Entscheidung. Die Familie wollte unabhängig sein und die Freiheit beim Reisen genießen.
2. Wie verbrachte die Familie früher ihren Urlaub?
→ Sie fuhr mit dem Auto nach Frankreich und übernachtete auf einem Campingplatz.
3. Wohin führte die erste gemeinsame Fahrradreise und wie lange dauerte sie?
→ Von Köln zur Oma nach Marburg, den Rhein und die Lahn entlang. Die Reise dauerte zwei Wochen.
4. Wo verbrachte die Familie im vergangenen Jahr ihren Urlaub?
→ An der Nordseeküste. Die Fahrräder nahm sie im Zug mit.
5. Was ist beim Gepäck besonders wichtig?
→ Man kann nicht so viel mitnehmen und muss das Gepäck selbst bewältigen können. Praktisch sind kombinierbare Kleidung und ein gutes Buch.
6. Wo schläft die Familie während der Fahrradreisen?
→ In einem Zelt für vier Personen. Im Vorzelt kann sie kochen und bei Regen ihre Sachen abstellen.
7. Wie verbringt die Familie häufig ihre Abende?
→ Sie liest gemeinsam dicke Bücher, zum Beispiel Harry Potter.
8. Warum musste die Familie einmal ein Bücherpaket nach Hause schicken?
→ Die Bücher waren zu schwer geworden.
9. Wie sieht ein typischer Urlaubstag aus?
→ Vormittags baut die Familie das Zelt ab und fährt Fahrrad. Nachmittags besichtigt sie Orte oder Naturgebiete oder geht baden. Abends kommt sie zu einem Campingplatz.
10. Welche Vorteile haben Fahrradreisen?
→ Sie schonen das Klima. Man entdeckt kleine Orte, erlebt die Natur und begegnet netten Menschen.
11. Was passierte der Familie in Hamburg-Altona?
→ Wegen einer Panne fuhr kein Zug mehr. Die Familie blieb dort hängen und konnte erst später in ein Hotel einchecken.
12. Welche Schwierigkeit hatte die Familie einmal mit einem Fahrrad?
→ Sie hatte einen Platten und konnte die Schrauben nicht lösen. Nette Menschen halfen ihr.
13. Wie viele Kilometer fährt die Familie ungefähr am Tag?
→ Anfangs 30 bis 35 Kilometer, zuletzt ungefähr 80 Kilometer. Die Strecke wird an das Wetter und die Stimmung angepasst.
14. Wo findet man Informationen für die Planung einer Fahrradreise?
→ Im Internet und in einem Fahrradführer. Ein gedruckter Führer hilft, unterwegs nicht ständig auf das Handy angewiesen zu sein.
15. Was sollte verbessert werden, damit mehr Familien mit dem Fahrrad verreisen?
→ Die Fahrradmitnahme in der Bahn. In den Fahrradabteilen sollte mehr Platz für Fahrräder und Fahrradanhänger sein.